
Sonnenschutz | Glaslamellen für Bürogebäude
Shadoglass am Hauptsitz von Van Roey
Am neuen Hauptsitz von Van Roey in Rijkevorsel installierte Colt 645 m² bewegliche Shadoglass-Lamellen. Vertikale und horizontale Glaslamellen übernehmen außenliegenden Sonnenschutz und prägen zugleich die Fassadengestaltung.
645 Quadratmeter bewegliche Glaslamellen für die Fassade
Der neue Hauptsitz des belgischen Bauunternehmens Van Roey entstand im Gewerbegebiet Het Looi in Rijkevorsel. Das Gebäude umfasst vier Etagen auf einer Grundfläche von rund 1.150 Quadratmetern und wurde als BEN-Gebäude – „Beinahe Energie Neutral“ – konzipiert.
Colt übernahm die Sonnenschutz- und Fassadenlösung mit dem System Shadoglass. Insgesamt wurden 645 Quadratmeter Glaslamellen installiert. Davon entfallen 220 Quadratmeter auf vertikal angeordnete und 425 Quadratmeter auf horizontal angeordnete Elemente.
Die Lamellen befinden sich außen vor der Gebäudehülle und werden über Elektromotoren bewegt. Ihre Position wird automatisch an den Sonnenstand angepasst. Dadurch kann die direkte solare Einstrahlung auf die dahinterliegenden Fassadenflächen abhängig von Tageszeit und Orientierung reduziert werden.
Die unterschiedliche Ausrichtung der Lamellen folgt dabei den jeweiligen Fassadenbereichen. Vertikale und horizontale Elemente übernehmen dieselbe grundlegende Sonnenschutzfunktion, erzeugen jedoch unterschiedliche architektonische Wirkungen.
Damit ist das Shadoglass-System nicht als separates technisches Bauteil vor die Fassade gesetzt, sondern bildet einen sichtbaren Bestandteil des Gebäudekonzepts.
Case History
Projekt: Neuer Hauptsitz Van Roey
Ort: Rijkevorsel, Flandern, Belgien
Gebäudetyp: Unternehmenszentrale / Bürogebäude
Anforderungsprofil: Außenliegender Sonnenschutz, Beschattung, Fassadengestaltung, Reduzierung des Energiebedarfs
Lösung: Bewegliche laminierte Glaslamellen mit integriertem SEFAR-Gewebe
Produkt: Shadoglass

SEFAR-Gewebe verbindet Sonnenschutz und Fassadenwirkung
Für die Shadoglass-Lamellen wurde ein spezielles Gewebe in die Glaselemente einlaminiert. Zum Einsatz kam „SEFAR Architecture Vision“, ein Präzisionsgewebe aus Polyester-Monofilamenten.
Das Gewebe übernimmt innerhalb der Glaslamelle sowohl funktionale als auch gestalterische Aufgaben. Je nach Ausführung beeinflusst es den Lichtdurchgang und die Reflexionswirkung der Lamellen. Gleichzeitig bleibt die transparente beziehungsweise transluzente Wirkung des Glases erhalten.
Für die vertikalen Lamellen wurde eine kupferfarbene Ausführung gewählt. Die horizontalen Elemente erhielten unterschiedliche Chrome- und Aluminium-Farbtöne. Dadurch entstehen je nach Fassadenorientierung und Blickwinkel unterschiedliche visuelle Effekte.
Besonders an der Westfassade treten die kupferfarbenen Lamellen deutlich hervor. Die Sonnenschutzanlage wird damit zu einem prägnanten Bestandteil der Gebäudeidentität, ohne ihre technische Funktion zu verlieren.
Das Projekt zeigt zugleich, wie sich Materialwahl und Sonnenschutzfunktion miteinander verbinden lassen. Die Lamellen wirken nicht nur auf die solare Belastung der dahinterliegenden Räume, sondern bestimmen auch Rhythmus, Farbe und Tiefenwirkung der Fassade.
220 m² vertikal, 425 m² horizontal
Zwei Lamellenrichtungen für eine gemeinsame Fassadenidee
Colt kombinierte am Van-Roey-Hauptsitz vertikale und horizontale Shadoglass-Lamellen.
220 Quadratmeter wurden vertikal angeordnet, weitere 425 Quadratmeter horizontal. Beide Ausführungen werden elektromotorisch bewegt und automatisch nach dem Sonnenstand positioniert.
Die unterschiedliche Orientierung ermöglicht es, die Sonnenschutzwirkung an verschiedene Fassadenbereiche anzupassen und gleichzeitig die Architektur des Gebäudes zu differenzieren.

Außenliegender Sonnenschutz unterstützt das BEN-Gebäudekonzept
Der Hauptsitz von Van Roey wurde als beinahe energie-neutrales Gebäude geplant. Der bewegliche Sonnenschutz ist dabei ein Bestandteil eines umfassenderen energetischen Konzepts.
Weil sich die Shadoglass-Lamellen außerhalb der eigentlichen Gebäudehülle befinden, beeinflussen sie die direkte Sonneneinstrahlung bereits vor der Verglasung. Ein Teil der solaren Energie wird reflektiert oder an der äußeren Fassadenebene aufgenommen und anschließend an die Umgebung abgegeben.
Die automatische Sonnenstandsnachführung ermöglicht es, die Lamellenposition abhängig von der jeweiligen Einstrahlung zu verändern. Dadurch wird nicht dauerhaft mit maximaler Verschattung gearbeitet, sondern mit veränderlichen Positionen.
Weitere Maßnahmen des Gebäudekonzepts waren nach den Projektangaben eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung, Fußbodenheizung im Atrium, tageslichtabhängige Beleuchtung, Photovoltaik auf einem Teil der Dachfläche sowie ein begrüntes Dach.
Der Shadoglass-Sonnenschutz ist damit Teil eines Systems aus Gebäudehülle, Haustechnik und Energieerzeugung. Er übernimmt vor allem die Aufgabe, die solare Belastung der Fassadenflächen zu beeinflussen und gleichzeitig die gewünschte architektonische Transparenz zu erhalten.
Konkrete Einsparwerte oder projektspezifische Kühl- und Heizlasten werden in den bereitgestellten Informationen nicht genannt.
Sonnenschutz für Bürogebäude
Bewegliche Glasfassaden mit Colt planen
Colt entwickelt außenliegende Sonnenschutzsysteme für Büro- und Verwaltungsgebäude. Lamellenrichtung, Glasaufbau, Gewebe, Farbgestaltung, Antrieb und Sonnenstandsnachführung werden auf Architektur und Fassadenausrichtung abgestimmt.
FAQ
Wie viel Shadoglass wurde am Van-Roey-Hauptsitz installiert?
Colt installierte insgesamt 645 Quadratmeter Shadoglass-Lamellen. Davon wurden 220 Quadratmeter vertikal und 425 Quadratmeter horizontal angeordnet. Die beiden Lamellenrichtungen wurden abhängig von den jeweiligen Fassadenbereichen eingesetzt und bilden gemeinsam das außenliegende Sonnenschutzsystem.
Wie funktioniert der Sonnenschutz bei Van Roey?
Die Glaslamellen werden elektromotorisch bewegt und automatisch entsprechend dem Sonnenstand positioniert. Dadurch verändert sich ihre Stellung im Tagesverlauf. Als außenliegendes System beeinflussen die Lamellen die direkte Sonneneinstrahlung bereits vor der eigentlichen Gebäudehülle.
Welches Material wurde in die Glaslamellen integriert?
In die Shadoglass-Elemente wurde das Präzisionsgewebe SEFAR Architecture Vision einlaminiert. Es besteht aus Polyester-Monofilamenten und ist laut Projektbeschreibung UV-beständig, farbecht sowie wetter-, schmutz- und wasserabweisend. Gleichzeitig trägt das Gewebe zur optischen Gestaltung der Glaslamellen bei.
Warum wurden unterschiedliche Farben für die Lamellen gewählt?
Die vertikalen Lamellen wurden in Kupfer ausgeführt, während für die horizontalen Elemente verschiedene Chrome- und Aluminium-Farbtöne gewählt wurden. Dadurch werden die unterschiedlichen Fassadenbereiche gestalterisch differenziert. Besonders die kupferfarbenen Lamellen an der Westfassade setzen einen sichtbaren Akzent.
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